Aus dem Ausland ?
Grüezi und Willkommen im grössten StellenAnzeiger der Schweiz
Hier Tipps + Literatur + Links zur erfolgreichen Stellensuche in der Schweiz
Über unsere neue Domain www.Stellen-Anzeiger.de
besuchen uns zunehmend Stellensuchende aus der EU, meist aus den
angrenzenden, deutschsprachigen Ländern wie Deutschland, Österreich
oder Italien. Wir möchten diesen Stellensuchenden helfen, leichter eine
Stelle in der Schweiz zu finden.
Sind Ausländer in der Schweiz willkommen?
Klar sind Sie willkommen! Die Schweiz ist in Europa das Land mit dem zweithöchsten Prozentanteil an Ausländern.
Das ist die Realität. Als Schweizer zählen natürlich auch die Eingebürgerten und im 2008 hat die Schweiz so viele Leute wie noch nie eingebürgert. Das heisst, dass es hier sehr multikulturell zugeht, vor allem in den Städten. Man erkennt nicht mehr, wer 100% Schweizer ist. Ausser auf dem Land könnten noch einige geben, die gerne wissen wollen, wer Sie sind und was Sie hier machen.
Meistens sind die Schweizer genauso verunsichert wie die Ausländer. Und wenn die Schweizer verunsichert sind, verhalten sie sich anders und lachen vielleicht dann nicht, wie z.B. in südlichen Ländern, sondern schauen eher in die Luft, in den Boden oder stellen sich taub, verziehen keine Miene etc.
Bin ich auf dem Arbeitsmarkt gefragt?
Ja, Gründe sind unter anderem Ihre gute bis sehr gute Ausbildung. Weiter, dass Sie, wenn Sie aus Deutschland oder Oesterreich sind – schnell besser als die Schweizer Deutsch können :-) reden, schreiben, spezifizieren, dokumentieren etc.
Wie suche und finde ich eine Stelle?
- Nehmen Sie sich Zeit
Faustregel: Ohne Stelle kein Aufenthalt! Natürlich können Sie als Tourist einreisen und vor Ort eine Stelle suchen. Das geht aber nur für einige Monate und von der Bewerbung bis zum Gespräch vergeht schnell die Zeit. Normal Sterbliche sind meist am Arbeiten und müssen passende Stellen von zu Hause aus suchen. Dann heisst, Bewerbung schicken und auf die Einladung zum Interview warten und reisen eins bis zwei Mal. Das alles ist nervig und dauert, ist ein Geduldsspiel und fordert viel Einsatz von Ihnen, denn es kann die vierte Bewerbung oder erst die 90. Erfolg bringen.
- arbeiten Sie mit Personalberatungen
Mit einem Personalberater vor Ort – siehe Kapitel hier – geht das einfacher, weil er den Markt, die Firmen, die Leute kennt, weiss wie die Kunden ticken und für Sie – das ist enorm wichtig und zeitintensiv – passende Stellen findet, die Spreu vom Weizen trennt und vielleicht zwei , drei Termine an einem Tag organisieren kann.
Überzeugen Sie sich aber, ob die PB eine Ahnung hat von Ihrem Berufsbild, Funktion Thema hat. Personalberatungen, die sich darauf spezialisierten für EU-Leute Stellen zu finden und die beim Umzug in die Schweiz tatkräftig unterstützen, haben wir wenige gefunden.br>
Hier kommen Sie direkt zu einer Personalberatung in Zürich.
Weitere Links zu Personalberatungen führen wir hier sehr gerne auf. Bitte Kontakt.
Wenn Sie selbst suchen möchten
Die Schweizer Arbeitswelt bietet tausende von Angeboten, in den Zeitungen, Internet-Job-Börsen, wie wir, direkt auf den Homepages der Wunschfirma etc. Bewerben Sie sich auf passende Stellen, auf solche, wo Sie sagen, dass Sie viel mehr mitbringen als andere Bewerber/innen. Nicht auf alle möglichen Stellen. Qualität geht da immer vor Quantität!
Tipps zum Interview
In der Regel laden Schweizer Firmen nur die Leute ein, die fachlich gut bis sehr gut passen. D.h. eine Einladung zum Interview ist viel mehr wert als früher, als man schnell mal viele Leute eingeladen hat.
Im Gespräch müssen Sie glaubhaft machen, dass diese Einschätzung stimmt und das die mit Ihnen eine ganze Arbeitswoche, Arbeitsmonat gut bis sehr gut auskommen kann. Bitte nicht angeben. Bescheidenheit und Schwächen nett zugeben kommt in der Schweiz besser an. Hier lesen Sie weitere Tipps zum Interview.
Spesen für das Vorstellungsgespräche
Eine Vergütung ist in der Schweiz nicht üblich. Das ist von Firma zu Firma verschieden. Konzerne sind in der Regel grosszügiger. Nicht selten hat die Firma den Vorstellungstermin platzen lassen, weil die Bewerber/in zu früh nach Spesengeld fragte. U.a. sagen sich die Firmen… er/sie will ja in die Schweiz… mal schauen ob das ein echte Überzeugung ist oder nur so eine Schnapsidee… dann sollen die Leute auch die Reise auf sich nehmen.
Wir empfehlen: Machen Sie ein Wochenende in der Schweiz und vereinbaren Sie den Termin entsprechend. Sagen Sie dies der Firma, das kommt sehr gut an und unterstreicht Ihre Ernsthaftigkeit. Die Firma muss sagen …sie / er will wirklich in die Schweiz. Wenn dann die Firma von sich aus etwas an Ihre Spesen zahlen will – OK.
Offerierter Lohn
Die Schweizer Firmen können Sie nicht abzocken. Sie müssen nämlich den Behörden nachweisen, dass Ihnen ein marktgerechter Schweizer Lohn bezahlt wird. Schweizer Firmen – vor allem die Grossen – offerieren in der Regel keinen verhandelbaren Lohn, was z.B. in Deutschland üblich ist. Der Lohn orientiert sich am internen Lohngefüge der Firma, dass die Firma nicht wegen Ihnen auf ein Spiel setzt, nur um zu sparen. Der Verhandlungswunsch kann also falsch ankommen. Wenn wirklich nötig, bitte diplomatisch mit guten Argumenten anklopfen. Oberflächliche Sprüche wie… die Schweiz ist ja so teuer… kommen ganz schlecht an. Erstens weil es nicht stimmt (Kaufkraft), zweitens, weil die Schweizer oft in Deutschland sind und die Preise dort bestens kennen. Z.B. ist ein Kaffee am Frankfurter Flughafen ist teurer als am Zürcher Flughafen.
Lohn + Abzüge
Sie erhalten den im Arbeitsvertrag vereinbarten Lohn zwischen dem 26. und 29. des Monats. In den ersten Monaten ist Ihre neue Firma verpflichtet alle Beiträge für Soziales und Steuern direkt abzuziehen und einzuzahlen. Sie erhalten also Ihren Nettolohn und können davon ausgehen, dass keine Nachforderungen vom Staat kommen. Später erhalten Sie den Lohn – abzüglich Soziales – und bezahlen Ihre Steuer am Ende des Jahres selbst.
Krankenkasse, Zahnarzt
Das funktioniert in der Schweiz anders. Auch weil Sie dann in einer direkten Demokratie sind, sagt hier der Staat… da dürfen wir uns nicht einmischen… jede/ jeder soll selbst schauen. Heisst für Sie: Bleiben Sie während der Probezeit für Krankheit und Zähne zuhause versichert. Sie merken in den ersten eins bis zwei Monaten gleich, ob es gut geht und dann können Sie sich schön, gemütlich und stressfrei orientieren, wie das in der Schweiz funktioniert. Sich vorschnell abmelden macht keinen Sinn, nur unnötigen Stress und kann bös ins Auge gehen.
Lohn + Kaufkraft
Darüber gibt es die wildesten Gerüchte und abenteuerlichsten Rechnereien. Träumer träumen vom Riesenlohnschritt in der Schweiz, gar vom € 1.- ist CHF 2.- andere haben Angst vor Abzockern. Stimmt alles nicht. Rechnen Sie – da Sie deutlich weniger Steuern bezahlen werden – mit ca. 20% mehr unter dem Strich; Währungsrechnerei enthalten. Wenn Sie in der City wohnen wollen und vorher auf dem Lande waren, geht die 20%-Rechnung natürlich nicht auf. Wenn Sie in der City wohnten und jetzt aufs Land ziehen, geht die 20%-Rechnung dicke auf. Rechnen Sie ebenfalls pauschal so: Kantone Genf, Zürich, Schwyz sind eher teuer. Bern, Basel, St. Gallen sind nett teuer. Wallis, Jura, Tessin, Glarus, Appenzell klar günstig.
Arbeitszeiten, Ferientage + Wochenstunden
Da gibt es oft lange Gesichter. In der Schweiz gibt es 20 Ferientage und fertig. Grosszugige Firmen offerieren mehr. Wenn Sie lange in der Firma bleiben, gibt es bald schon 30 Tage etc. Die Wochenstunden liegen bei 40 bis 45, in der Regel 42.5 Stunden. Von 36 Stunden spricht in der Schweiz kein Mensch. Vielleicht sind das auch Gründe, warum in der Schweiz noch ein paar Dinge besser laufen. Weniger Arbeiten und mehr Wohlstand, das klappt ganz einfach nicht. Und die 42.5 Stunden sind ernsthaft, es heisst nicht plötzlich 50 Stunden ohne Entgelt. Und in der Schweiz gibt es vier bis sechs bezahlte Feiertage mehr als in Deutschland. Z.B. den 1. August.
Literatur
BeWerben ist Werben : so anders bewirbt man sich in der Schweiz um eine Stelle
Exgüsi : der Benimm-Knigge für Deutsche in der Schweiz
Grüezi Gummihälse : Warum uns die Deutschen manchmal auf die Nerven gehen
Gebrauchsanweisung für die Schweiz :warum kein Schweizer Müsli isst etc.
Grüezi und Willkommen : Die Schweiz für Deutsche
Wichtige Links
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Schweizer Recht
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Letzter Update: 26.4.2010

